SZENE
Salzburg

Mi.30.11.
Feminist Futures Festival

Jule Flierl (DEU)

Störlaut

Tanz
Veranstalter:
  • SZENE Salzburg
©Caroline Böttcher
©Caroline Böttcher

Störlaut ist eine stimmtänzerische Performance, in der Jule Flierl an einer futuristisch-spekulativen Neuinterpretation der Tontänze Valeska Gerts, Grotesk-Tänzerin der 1920er Jahre, arbeitet. Der Tontanz ist eine konzeptuelle Erfindung Gerts, mit der sie den Über- gang vom Stummtanz zum Stimmtanz in der „westlichen“ Tanzgeschichte ausruft. Die Soloperformance Jule Flierls teilt sich den begehbaren Raum mit dem Publikum, das Teil einer Landschaft der Dissonanzen wird. Quietschen, röhren, rattern, stottern, gackern, lechzen, würgen, wimmern und kreischen sind das Material, welches einen außersprachlichen Diskurs verlauten lässt, der mit emotionaler Direktheit spricht.
Störlaut ist ein hybrides Stück, das gleichzeitig choreografisch und stimmlich agiert. Achtung, hier ist nichts hübsch oder melodisch. Alles klingt falsch und ist damit schrecklich wahr. Jule Flierl verteidigt die Idee, dass Valeska Gert aktuell ist. Unbedingt zeitgenössisch. Hier werden die Bilder von den Stimmklängen gestört. Wenn wir sie anschauen, dann sind wir gefangen von ihrer Stimme, die “Nein” sagt in einer erstarrten Pose gleich neben uns. Ihre Raumwechsel wandeln uns, ihre Töne wandeln uns, aber ihr Bild fesselt uns. Sie verdreht sich, verliert sich, stirbt, aufersteht, verkrampft fast, ist besessen.” – Amelie Blaustein Niddam, Toute la culture

In deutscher und englischer Sprache.

Concept, choreography, perfomance: Jule Flierl
Dramaturgy: Luise Meier
Set design: Pauline Brun
Sound design: Sam Hertz
Costume: Lea Kieffer
Production: Alexandra Wellensiek
Lights: Emese Csorni

Produced by Charleroi Danses Brussels, Rencontres chorégraphiques internationales de Seine-Saint-Denis Paris, P-Bodies Festival Leipzig, Goethe Institut, Honululu Nantes, AdK Archiv Berlin, Kunsthaus KuLe Berlin, CND Paris, Zagreb Dance Center und SOPHIENSÆLE.
Supported by Fonds Transfabrik – Deutsch-französischer Fonds für Darstellende Künste.

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