SZENE
Salzburg

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We.8.4.

Osterfestspiele Salzburg – Kammeroper

Hans Werner Henze: La Piccola Cubana

music

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Hans Werner Henze auf Ischia 1954
Hans Werner Henze auf Ischia 1954 ©Hans-Werner-Henze-Stiftung
Tickets

€ 45,–

Vaudeville in fünf Bildern (Uraufführung)


Text von Hans Magnus Enzensberger nach Motiven von Miguel Barnet
Einrichtung für Kammerensemble von Jobst Liebrecht

La Cubana oder Ein Leben für die Kunst hieß ein Musiktheaterprojekt des Komponisten Hans Werner Henze und des Schriftstellers Hans Magnus Enzensberger. Dieses „Vaudeville“ kam 1974 als Fernsehoper und im Folgejahr auf der Bühne heraus, mit enormem Aufwand an Instrumentarium und Besetzung. Beide Urheber dachten über eine reduzierte, fokussierte Version nach: Enzensberger überarbeitete Anfang der Neunzigerjahre das Libretto unter dem Titel La piccola Cubana. Henze beschrieb die kompositorische Neufassung in seinem Werkverzeichnis; er starb 2012.

Die Osterfestspiele Salzburg zeigen nun 2020 die Uraufführung einer Fassung als Kammeroper, die nach den Vorgaben Henzes von Jobst Liebrecht eingerichtet wurde. Im Zentrum steht die Lebensgeschichte von Rachel, einer schillernden Künstlerpersönlichkeit zwischen Varieté und Ballett, ambitionierter Sängerin und Femme fatale. Ein Panorama der Verhältnisse im Kuba der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – ein vielgestaltiges Musiktheater zwischen epischer Erzählung und packender Dramatik.

1969 veröffentlichte der kubanische Schriftsteller Miguel Barnet seinen Roman »Das Lied der Rachel« als dokumentarisch-fiktionalen »Zeugenbericht« sich verschiebender gesellschaftlicher Verhältnisse. Tivoli- und Zirkus-Bühnen bilden die Schauplätze von Rachels Erzählungen, in denen sich Erinnerung und Illusion verbinden. Für den Komponisten Hans Werner Henze, der Kuba selbst bereiste, war die Insel auch Jahre später ein Sehnsuchtsort, der ihn politisch und künstlerisch inspirierte. Zusammen mit Hans Magnus Enzensberger konzipierte er in den frühen 1970er Jahren die Oper »La Cubana oder ein Leben für die Kunst«, deren Bezeichnung »Vaudeville« auf eine vielgestaltete szenische und musikalische Struktur zwischen Songspiel und musiktheatraler Groteske verweist. Als Gegenstück zur großbesetzten »La Cubana« entstanden eine Librettoüberarbeitung unter dem Titel »La piccola Cubana« sowie die konzertanten »Lieder und Tänze aus der Operette La Cubana«, welche die textliche und instrumentale Grundlage für die Einrichtung darstellen, die Henze vor seinem Tod 2012 selbst nicht mehr realisieren konnte.
 

Peter Ruzicka Musikalische Leitung
Pauline Beaulieu Inszenierung
Benjamin Schönecker Bühnenbild
Veronika Bleffert Kostüme
Roman Reeger Dramaturgie

Victoria Randem* Rachel
Andrés Moreno García* Eusebio u. a.
Jaka Mihelač* Don Alfonso u. a.
Isabel Karajan Barbara, Theaterdirektorin
u. a.
Mitglieder der Staatskapelle Berlin, der Orchesterakademie bei der Staatskapelle Berlin und Gäste

* Mitglieder des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Unter den Linden

Koproduktion mit der Staatsoper Unter den Linden

Einführung ins Werk jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn in der America bar des SZENE Lokals.