SZENE
Salzburg

©  Sebastian Bolesch
© Sebastian Bolesch

Das bringt die SOMMERSZENE 2026

Von 8. bis 23. Juni erwarten Sie vierzehn Produktionen, darunter fünf österreichische Erstaufführungen und zwei Premieren, die einen weiten künstlerischen Bogen aufspannen. Die thematischen Perspektiven, die ästhetischen Sprachen und stilistischen Formen zeigen in beeindruckender Weise die gesellschaftspolitische Dringlichkeit von Choreographie und Performance.

So hat Sasha Waltzʼ Tanzklassiker Travelogue I – Twenty to eight, der den zwischenmenschlichen, alltäglichen Mikrokosmos mit Expressivität, Rhythmus und Witz zeichnet, nichts von seiner Aktualität verloren. Auch Jan Martens Sprungperformance THE DOG DAYS ARE OVER 2.0, genießt längst Kultstatus und fasziniert durch ihre formale Struktur, höchste Präzision und physische Ausdauer. Sie schreibt jetzt gerade Tanzgeschichte: Die Französin Leĭla Ka präsentiert ihr furioses Debut Maldonne, eine Hymne an die Rebellion und Kraft der Frauen, erstmals in Österreich. Ebenfalls ein starkes politisches Signal sendet Marco da Silva Ferreira: In F*cking Future inszeniert er in eindrucksvollen Bildern den kollektiven Körpers zwischen Euphorie und Bedrohung. Michikazu Matsune interessiert sich in seiner vielschichtigen Performance Tomorrow we dreamed of yesterday für fiktive Begegnungen und vergangene Träume. Zum Finale heißt es dann Come Back Again mit Doris Uhlich & Susanne Kirnbauer, die in ihrem bejubelten Duett die eigene Körperbiographie herausfordern.

Starke künstlerische Zeichen setzt auch diesmal die Salzburger Community: Rosana Ribeiro bringt Break the Dam zur Premiere, für das BODHI PROJECT studiert Ann Van den Broek We Solo Men neu ein, Cornelia Böhnisch und Katharina Schrott setzen mit Rauschen atmosphärische Akzente in der Kollegienkirche und Applied Theatre lädt zu BODIES, BORDERS, POROSITY.

Komplettiert wird das Programm durch Gastspiele: Alberto Cissello verzaubert mit POINT FIXE, Solène Weinachter erobert mit AFTER ALL die performativen Herzen, Deva Schubert bringt in missed tones den Kunstverein zum Klingen und im Kurgarten erwarten Sie mit INTO THE DIRT & SCHAUFENSTER #1 zwei partizipativ-chillige Installationen von Dimitri de Perrot.