apap – advancing performing arts project
apap - advancing performing arts project ist ein internationales Netzwerk von 11 Kulturorganisationen aus ganz Europa, das seit dem Jahr 2000 besteht. Gefördert durch verschiedene EU-Kulturprogramme ist es apap gelungen, kontinuierlich eine große Anzahl von Künstler*innen zu unterstützen und neue Formate zu entwickeln, die den sich verändernden künstlerischen Praktiken und Bedürfnissen entsprechen.
Das zuletzt abgeschlossene Projekt apap - FEMINIST FUTURES fandvon 2020 bis 2024 statt, wurde durch das Creative Europe Programm der Europäischen Union ko-finaziert und zielte auf das ehrgeizige Unterfangen ab, tiefgreifende soziale Veränderungen durch Kunst zu initiieren.
Das Hauptziel des Projekts war es, Ungleichheit in den zeitgenössischen Darstellenden Künsten zu thematisieren und dabei das Gedankengut, das durch den Begriff des Intersektionalen Feminismus gefestigt wurde, zu nutzen, um konkrete strukturelle Antworten zu finden und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Nicht nur Künstler*innen, Kunstwerke und Formate agierten unter diesem Fokus, sondern auch das Netzwerk selbst, jeder Partner mit seinen Arbeitsmethoden und Beziehungen, verstand sich als Untersuchungsobjekt unter diesem thematischen Dach.
Was während dieser vier Jahre geschah:
- Unterstützung von 20 Künstler*innen auf langfristiger Basis, von denen einige von ihren Künstler*innenkolleg*innen ausgewählt wurden. Jede*r von ihnen erhielt Koproduktionsstipendien sowie Residenzen und Aufführungsmöglichkeiten.
- In den vier Jahren wurden mehr als 50 Koproduktionen der geförderten Künstler*innen und rund 100 Präsentationen intiiert, außerdem werden mehr als 50 Residenzen ausgerichtet.
- Fünf Feminist Futures Festivals wurden von jeweils zwei bis drei Partnerorganisationen gemeinsam konzipiert und realisiert. Bei der Zusammenarbeit an der Kuratierung, Produktion und PR der Festivals tauschten sich die Kulturorganisationen aus, lernten voneinander und fanden darüber hinaus nachhaltige Produktionsstrukturen. Jedes Festival fand in zwei bzw. drei ähnlichen, aber nicht identischen Versionen nacheinander in zwei bzw. drei Städten statt.
- Eine Arbeitsgruppe begleitete die Festivals, beobachtete das Experiment der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen und bewertete sie als ein neues Geschäftsmodell (New Business Model) unter den Bedingungen feministischer Prinzipien.
- An jedem Partnerstandort wurde während des Feminist Futures Festival auch eine Feminist School durchgeführt. Konzipiert als Austausch von Praktiken und Wissen zwischen Partner*innen, Künstler*innen und Publikum in einer nicht-hierarchischen, feministischen Umgebung, boten sie allen Teilnehmer*innen die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erwerben. Hierbei war das Lehren und Lernen gegenseitig und horizontal.
- Insgesamt 55 Projekte, sog. Ventures, die Teil des regulären Programms jedes Partners ware, boten lokalen Gruppen Zugang zu den Darstellenden Künsten. Diese Projekte gaben Künstler*innen die Möglichkeit, ihre Interessen und ihre Praxis in verschiedene Kontexte zu stellen, sich mit unterschiedlichen Publika auseinanderzusetzen und mit spezifischen lokalen Organisationen zu kooperieren.
- Ein Wissensaustausch mit der Escola Livre de Dança da Maré unter der Leitung der Choreographin Lia Rodrigues in Rio de Janeiro. In ihrem Ausbildungsprogramm überschnitten sich gesellschaftspolitische und schulische Arbeit. Residenzen für Künstler*innen des apap-Netzwerks in Rio sowie solche für brasilianische Tänzer*innen in den Organisationen der Partner (jeweils drei) wurden unter Lia Rodrigues' Anleitung begleitet.
- Eine neue Ausgabe des Mentoring-Programms Critical Practice (Made in Yugoslavia), das jungen Kritiker*innen, Schriftsteller*innen oder schreibenden Künstler*innen ermöglichte, Texte, künstlerische Gespräche, kurze Podcasts etc. zu produzieren. Zwei Zyklen von Schriftsteller*innen besuchten Seminare und Workshops, die von apap-Partnern sowie Partnern des NOMAD-Tanzakademie-Netzwerks veranstaltet wurden.
apap Partner:
BIT Teatergarasjen
Bergen, Norway
bit-teatergarasjen.no
Centrale Fies
Dro, Italy
centralefies.it
Kunstencentrum BUDA
Kortrijk, Belgium
budakortrijk.be
Maison de la Culture d´Amiens
Amiens, France
maisondelaculture-amiens.com
Performing Arts Institute Warsaw
Warschau, Polen
inszper.org
Reykjavik Dance Festival / LÓKAL
Reykjavik, Iceland
reykjavikdancefestival.is
STATION – Service for contemporary Dance
Belgrad, Serbien
dancestation.org
SZENE Salzburg
Salzburg, Austria
szene-salzburg.net
Tanzfabrik Berlin
Berlin, Germany
tanzfabrik-berlin.de
Teatro Nacional D. Maria II
Lisbon, Portugal
tndm.pt
Theaterfestival Boulevard ’s-Hertogenbosch
’s-Hertogenbosch, Niederlande
festivalboulevard.nl
Associated Partner:
Escola Livre de Dança da Maré, Lia Rodrigues
Rio de Janeiro, Brasilien
redesdamare.org.br
---
apapnet.eu
facebook.com/apapnet.eu
instagram.com/apap_performing_europe
apap - FEMINIST FUTURES wird mit Unterstützung des Creative Europe Programme der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser, die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.





